Gaststätte Geisenbrunn

SUPER GESTARTET

Bayrisch-kroatische Küche

Es war die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Doch letztendlich hat sich der Aufwand gelohnt, strahlte Vize-Bürgermeister Martin Fink bei der Schlüsselübergabe an die neuen Wirtsleute der Gaststätte Geisenbrunn. „Es ist unsere erste Gaststätte. Ein Traum, den wir nun verwirklichen konnten“, sagt Stjepan Madunic. Ehefrau Magdalena nickt zustimmend. Beide kommen aus Kroatien, sprechen gut Deutsch und haben das Gastro-Gewerbe von der Pike auf gelernt. „Ich musste schon als Kind beim Opa im Wirtshaus und bei der Mama im Hotel mithelfen. Für mich stand schon immer fest, dass ich in die Gastronomie gehen werde, weil mir der Umgang mit Menschen Spaß macht“, betont der 29Jährige. Sowohl er wie auch seine 26Jährige Ehefrau haben unter anderem eine vierjährige Ausbildung zum Hotelfachmann beziehungsweise zur Hotelfachfrau absolviert. Es folgten Erfahrungen als Hausdame sowie im Service-Bereich. 2017 wurde geheiratet und eine langfristige Perspektive in der Gastronomie gesucht. Zumal zwischenzeitlich der heute einjährige Sohn Luka geboren wurde und Baby Nummer zwei im Dezember das junge Familienglück vollständig machen wird.

Die Auswahl der neuen Wirte sei nicht leicht gefallen, räumt Fink ein. „Wir hatten über 50 Bewerbungen. Die meisten aber taugten nichts. Da waren Bedienungen und Köche darunter, die nicht einmal eine ordentliche Speisenkarte schreiben konnten. Es fand ein so genanntes Casting statt, aus dem Stjepan und Magdalena als Sieger hervorgingen. Sie hatten ein schlüssiges Konzept und sie passen auch menschlich gut zu uns nach Geisenbrunn.“ Immerhin mussten der unbefristeten Verpachtung nicht nur der Gemeinderat, sondern auch der Förderverein Gaststätte Geisenbrunn, dessen Vorsitzender Fink ist, zustimmen. Vorerst wird es bayrisch-kroatische Küche geben, doch eine Erweiterung der kulinarischen Angebote ist schon in Vorbereitung. „Wichtig ist uns, dass sich unsere Gäste wohl fühlen und unser Haus zufrieden verlassen“, betont Stjepan Madunic. Wie berichtet, ist das 1977 errichtete Haus mit insgesamt über 300 Plätzen plus Wirtsgarten auch Heimat etlicher Vereine. Uli Singer