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Liebe zur Heimat in die Wiege gelegt

Gilching – Ziel der Gemeinde Gilching war, mit gleich zwei Projekten an der Kreuzung Römer-/Rathausstraße den Startschuss zu der geplanten städtebaulichen Weiter-Entwicklung einzuleiten. Während der Gemeinderat seit vielen Monaten auf eine genehmigungsfähige Planung für das Raiffeisen-Areal wartet, steht das Gebäude angrenzend an Rossmann kurz vor der Fertigstellung. Hinter diesem Projekt steht Wolfgang Scherbaum.

Es ist kein Konsortium und auch kein personalintensives Bauunternehmen. Der 38Jährige Gilchinger ist Ideengeber, Immobilienverwalter, Bauträger, Sekretär und Buchhalter in einem und ganz nebenbei auch noch Papa von drei minderjährigen Söhnen. „Die Familie steht bei mir an erster Stelle“, betont Wolfgang Scherbaum. Seine zweite Leidenschaft jedoch gilt seiner Heimatgemeinde. Wurden ihm doch schon das Gefühl für die Heimat und auch die Leidenschaft, selbst aktiv zu werden, in die Wiege gelegt. Papa Oswald Scherbaum steht in Gilching sowohl für eine erfolgreiche Landwirtschaft, gleichermaßen sind die Scherbaums ebenso erfolgreich im Immobiliengeschäft. Hatte doch schon der Opa Johann Feiner ein sicheres Gespür für eine verträglich Dorf-Entwicklung. „Er war es, der bereits 1976 das Gebäude, in dem heute der Roßmann untergebracht ist, baute“, erzählt Wolfgang Scherbaum. Und hier schließt sich der Kreis. „Als dann das angrenzende Areal frei wurde und neu überplant werden sollte, habe mein Bruder Andreas und ich es gekauft, um das Werk vom Opa fortzuführen.“ Mit ins Boot holte Scherbaum unter anderem die Kommune, einen erfahrenen Architekten und einen heimische Landschaftsplaner. „Es ist ein Gemeinschaftsprojekt entstanden, dass sich sehen lassen kann und für das wir bereits viel Lob bekommen“, freut sich der Diplom-Kaufmann. Wie berichtet, zieht im lichtdurchfluteten Erdgeschoß eine neue Abteilung von Roßmann ein. Das bestehende Geschäft aber wird saniert, optisch dem Neubau angepasst und durch einen Zwischengang mit dem neuen Gebäude verbunden. Damit die Umbauarbeiten ungestört vonstattengehen, wird der Drogeriemarkt vorübergehend geschlossen. „Aktuell haben wir mit der Firmenleitung von Roßmann vereinbart, dass eine Woche vor Ostern die Wiedereröffnung stattfindet. Wir schaffen das, weil wir gut im Zeitplan liegen. Vorausgesetzt es kommt nichts Außergewöhnliches dazwischen“, betont Scherbaum. Weiter im Erdgeschoss ist eine Tages-Bar vorgesehen, die etwa ab 17 Uhr öffnen wird. "Auch hier sind wir dabei, etwas Eigenständiges anzubieten. Etwas, das es in Gilching so noch nicht gibt.“ In die oberen Stockwerke kommen unter anderem ein Mund-Gesichts- und Kiefern-Chirurg und ein Steuerberater. Generell wird es ein reines Geschäftshaus, Wohnungen sind nicht vorgesehen.
Sein Knowhow eignete sich Wolfgang Scherbaum unter anderem von 2004 bis 2010 als Projektmanager im Automobilbereich der Firma Reichhart-Logistik an. Seit 2010 ist er selbstständig und leitet das Familien-Unternehmen. "Uns war immer wichtig, in Kooperation mit der Gemeinde und den zugezogenen Architekten insbesondere den Ortskern mit zu entwickeln. Es soll nicht nur ein attraktives Einkaufszentrum, sondern auch ein Treffpunkt für alle Bürger werden." Uli Singer
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